Mit dem Tod im Allgemeinen und dem Umgang mit Hinterbliebenen im Besonderen tun wir uns oft schwer. Hier sind einige Tipps, Anregungen und Kontakte, die uns wichtig und sinnvoll erscheinen, für Sie zusammengestellt.
„Am meisten verletzt haben mich jene Menschen, die die Straßenseite gewechselt haben, wenn sie mich trafen, oder so getan haben, als würden sie mich nicht bemerken.“
Dieser Satz soll eine Ermutigung für uns sein, auf die Trauernden zuzugehen. Die eigene Unsicherheit überwinden und diese Unbeholfenheit auch ansprechen wirkt sehr erleichternd. Sätze zum Gesprächsbeginn könnten sein:
Ist erst der Anfang gemacht für ein Gespräch, wird sich alles andere ergeben. Bei einem Fortbildungsseminar hat eine Teilnehmerin erzählt:
„Wenn ich erfahre, dass jemand gestorben ist und ich möchte meine Anteilnahme ausdrücken, backe ich einen Kuchen. Beim Vorbeibringen hat man erstens gleich einen guten Beginn und es haben sich schon wunderbare Gespräche dabei entwickelt. Das ist mein Weg, meine Betroffenheit auszudrücken.“
Es muss ja nicht immer Kuchen sein. Sicher freut man sich in dieser Situation auch über einen großen Topf Suppe oder einen schönen Blumenstrauß.
Die Geste, ich möchte dir in dieser schweren Situation etwas Gutes tun, wird sicher auch nonverbal verstanden.
RAINBOWS hilft Kindern und Jugendlichen in stürmischen Zeiten – bei Trennung, Scheidung oder Tod naher Bezugspersonen. Die Kinder lernen, Trauer aufgrund von Trennungs- und Verlusterlebnissen mitzuteilen und zu verarbeiten, damit das Leben in der veränderten Familiensituation trotz der traumatischen Erfahrungen positiv gestaltet werden kann.
Bundesverband: Theodor-Körner-Straße 182/1, 8010 Graz, 0 316/688 670
In OÖ: Rainbows OÖ, Stelzhamerstraße 5a, 4810 Gmunden, 0 76 12/630 56
Webseite: www.rainbows.at
Diese Organisation hilft jährlich über 30.000 Menschen mit psychischen und sozialen Problemen. Rufen Sie unter der kostenlosen Nummer an: 0 732/21 77
Webseite: www.krisenhilfeooe.at
Die Kriseninterventionsteams des Roten Kreuzes helfen Ihnen unmittelbar nach einem Todesfall (z. B. Unfall, plötzlicher Herztod).
Telefon: ohne Vorwahl 141
Bewusste Trauerarbeit ist Lebenshilfe! Unter diesem Motto bietet das Rote Kreuz Trauerbegleitung einzeln und in der Familie an, Trauergruppen, Trauerseminare, begleitete Reisen für Trauernde, Selbsthilfegruppen für Angehörige nach Suizid.
Rotes Kreuz: Landesverband OÖ, Körnerstraße 28, 4020 Linz, 0 732/76 44-0
Jemand hört Ihnen zu, Sie brauchen den Namen nicht zu nennen. Es wird Verschwiegenheit über Ihre Person und das, was Sie erzählen, garantiert.
Notruf ohne Vorwahl, kostenlos und rund um die Uhr erreichbar: 142
Ausgebildete Trauerbegleiter/innen begleiten Sie im persönlichen Gespräch durch Ihre Zeit der Trauer.
Webseite: www.dioezese-linz.at
Lebens-, Sterbe- und Trauerbegleitung für alle Religions- und Glaubensrichtungen
Telefon: +43 680 3019693
E-Mail: michaela.pfusterer@gmx.at
Büro im Pfarramt Timelkam, Mozartstr. 1, 4850 Timelkam
Termine nach telefonischer Vereinbarung
"Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar!"
von Antoine de Saint-Exupéry
Der Verlust bzw. Todesfall als auch die Trauer schmerzen sehr und fordern enorm viel von einem ab. Hier einen Menschen als Unterstützung und Anker an seiner Seite zu wissen wirkt bestärkend und gibt Hoffnung. Maria Lederer ist als Lebenesberaterin tätig und kann sich durch ihre herzliche, empatische und feinfühlige Art und auch bereits persönlich erlebten Schicksalsschlägen besonders gut in Menschen hineinversetzen. Es ist ihr ein Anliegen Menschen in Krisensituationen wieder zu einem ausgeglichenen Leben zu verhelfen und in diesen schweren Zeiten der Trauer und des Verlustes Menschen mit einem offenen Ohr und einen Blick nach vorne zu begegnen.
Webseite: www.marialederer.at
Telefon: +43 680 4030860
E-Mail: lederermaria@gmx.net
Geidenberg 13, 4844 Regau
Ehrenamtliche Vorsitzende der kfb oö
Dekanat Schwanenstadt
Gmundner Straße 1b, 4800 Attnang-Puchheim
Webseite: www.talitakum.at
Telefon: +43 676 8776 5745
Im Laufe der Jahre haben sich in unserem Büro viele Bücher rund um Trauer und Abschied angesammelt. Gerne können Sie jederzeit in unserer hauseigenen Bibliothek blättern oder sich ein Buch ausborgen. Das Angebot beginnt bei Bilderbüchern für Kinder bis hin zu Hilfen für das Gestalten von Totenandachten. Wir beraten Sie gerne.
Kleinkinder empfinden bereits Verlust, können aber mit Sterben und Tod noch nichts anfangen. „Jetzt war die Oma schon lange genug weg!“
Kindergartenkinder meinen oft, dass sich Tod und Leben abwechseln. Tod weckt ihre Neugierde. Sie bringen mit ihren WARUM-Fragen Erwachsene bis an ihre Grenzen. „Wo liegt der Opa jetzt? Ist ihm sehr kalt?“
Grundschule: Kinder beschäftigen sich mit den Geheimnissen von Leben und Tod. Sie begreifen, dass der Tod auch sie treffen kann. „Kann es sein, dass du auch stirbst?“
Teenageralter: Religiöse und philosophische Überlegungen gewinnen an Bedeutung.
Jugendliche verdrängen teilweise den Tod und geben sich „cool“, andere beschäftigen sich intensiv mit Fragen nach Leben und Tod.
Grundsätzlich ist es wichtig zu wissen und auch zu akzeptieren: Kinder wechseln in ihren Gefühlen. In einem Moment sind sie untröstlich, fünf Minuten später lachen sie oder tun, als ob nichts gewesen wäre.
Diese Reaktionen sind ganz normal, es gibt kein „richtig“ oder „falsch“. Kinder trauern auch zu ganz unterschiedlichen Zeiten. Es kann Wochen, gar Monate später zu einer Reaktion kommen, die für Erwachsene unverständlich ist, bei längerem Nachdenken könnte es mit der Trauer des Kindes zusammenhängen.
Es gilt, jede Frage des Kindes ehrlich zu beantworten.
Egal wie alt Ihre Kinder sind, ob 3 Jahre oder 12 Jahre, Alltag gibt Ihren Kindern Halt. Bei Freunden ist alles noch „normal“. In der Schule weinen nicht alle und alles läuft „wie immer“. Jugendstunden, Fußballtraining – dort ist „Alltag“. Ermöglichen Sie Ihrem Kind diese Dinge. Sie helfen.
„Das tiefste Leid ist stets das schweigende Leid. Wer Tränen findet oder ausspricht, der kann das Leid überwinden. Aber wer das Leid schweigend in sich trägt, den verzehrt es schließlich. Und dennoch möchte er reden, er möchte gehört werden – viel mehr – er möchte verstanden sein.“ (Adler 1975,51)
In der Folge haben wir in Zusammenarbeit mit qualifizierten Personen in der Trauerbewältigung verschiedene Möglichkeiten erarbeitet und aufbereitet.
Sehen Sie es als eine Möglichkeit und ein Angebot, mit Ihrem schweren Verlust umgehen zu lernen.
Für nähere unverbindliche Auskünfte zum jeweiligen Angebot stehen wir jederzeit gerne zur Verfügung.
Wie helfe ich meinem (mir anvertrauten) Kind in seiner Trauer?
„Wohnt die Oma jetzt im Himmel?“
„Ist dem Opa eh nicht kalt?“
Kinder können uns mit ihren Fragen ganz schön in Verlegenheit bringen. Ist aber der Todesfall eingetreten, bleibt oft keine Zeit, sich auch noch um die vielen Fragen der Kinder zu kümmern.
Ich, Barbara Eckl, Diplompädagogin und Bestatterin, werde einen Abend zu diesem Thema gestalten. Mir liegt das Thema Kinder und Trauer sehr am Herzen. Es geht an diesen Abenden darum, wie ich auf Fragen der Kinder reagieren kann, welche Möglichkeiten es für Kinder gibt, mit ihrer Trauer umzugehen.
Wenn ich als Elternteil, als Erziehungsberechtigter, als Pädagoge um verschiedene Möglichkeiten der Trauerbewältigung weiß, können wir Kinder in ihrem Abschiednehmen gut begleiten.
Auf Anfrage kann dieser Vortrag auch in Ihrer Gemeinde abgehalten werden (Elternabende, Elternkindzentrum, o. Ä.).